Montag, 23. September 2013

Traumdeutung Tsunami und Piratenschiff

 

Sehr geehrter Herr Schaudinnus,
mit Interesse verfolge ich Ihre Internetseite über Traumdeutungen. Auch ich habe in der letzten Nacht etwas geträumt, an das ich immer wieder zurückdenken muss. Ich kann es jedoch in keinster Weise deuten und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können. 
Jetzt zum Traum:
Meine Mutter und ich befinden und an einer Küste. Vor uns liegt das Meer, hinter uns beginnt die Strandpromenade. Im Rücken haben wir eine schon etwas ältere Mauer, die ein kleines Stück größer ist als wir. Wir unterhielten uns (worüber weiß ich nicht mehr) und schauten auf's Meer. 
Mitten in der Unterhaltung beobachteten wir, dass sich vor der Küste ein Tsunami bildet. Er wurde höher und höher, bis er direkt vor uns niederzustürzen drohte. 
Die Welle war an die 200 Meter hoch, und mir war klar dass wir das mit Gewissheit nicht überleben würden. Ich blickte meiner Mutter ins Gesicht, sagte ihr dass ich sie liebe, bekreuzigte mich und wartete auf das hereinbrechen der Welle überuns und den Tod. 
Doch gerade als das passieren sollte blickte ich hoch- die Welle war verschwunden. Meine Mutter war weg als ich die Augen öffnete, was mich jedoch nicht wunderte oder mit Emotionen erfüllte. Ich drehte mich um und schwang mich über das Mäuerchen- Ich sah, dass in Folge des Tsunamis alles unter Wasser stand, der Boden war nur an den höheren Stellen in Form von Sandbänken zu sehen. Diesen folgte ich durch das überschwemmte Gebiet. Ich gelangte an ein recht großes Piratenschiff, welches dort vor Anker lag. Ich erklomm die Strickleiter und war überglücklich, auf dem Deck auf eine sehr gute Freundin von mir zu treffen. Sie nahm mich in den Arm und sagte mir, ich solle mich beruhigen. Wir beide würden jetzt mit dem Schiff wegsegeln. Ich war guter Dinge und wir wollten gerade los, als mein bester Freund die Strickleiter hochkletterte und sich aufs Deck schwang. Er wolle auch mitkommen, sagte er, und dass ich verschwinden solle weil er mit Lara davonfahren wollen würde. Wir stritten uns darum, jeder wollte alleine mit Lara davonsegeln. Lara ging dazwischen und zog eine Plane von einem Gegenstand in einer Ecke des Decks. Darunter verbarg sich ein Sportwagen. Sie sagte Jonas, er solle einsteigen. Ich stieg jedoch ein (warum weiß ich nicht) und fuhr sehr traurig von dem Schiff herunter. So endet der Traum.

Ich hoffe sehr, dass sie die Zeit und Muße finden meinen Traum (ohne "Vorgeschichte") zu deuten, sodass ich ein wenig Frieden finden kann. Der Traum hat mich seltsamerweise sehr beunruhigt. Gerne dürfen Sie meinen Traum und Ihre Deutung anonym  auf Ihrem Blog veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Hallo Anonym!

Versuchen wir es mal.
Über Tsunamis habe ich schon öfter geschrieben, es geht um die Gefühle, deine ganz tiefen Gefühle aus dem Unterbewußtsein. Mit unglaublicher Gewalt können diese uns überwschwemmen. Das Meer, die "Mutter" allen Lebens zeigt sich von ihrer verschlingenden Seite und ist dennoch der Platz der Unschuld und des Vertrauens ins Leben selbst.
Deine ganz tiefen Befürchtungen, von den Gefühlen verschlungen zu werden, spiegeln sich im Bild der rieseige Welle wieder.
Alles wird davon überschwemmt, aber dir passiert nichts! Deine Mutter ist mit dem Wasser verschwunden und hat gleichsam die Gefahr von dir abgewendet.
Es geht um dich!
Das Land ist unter Wasser, deine Empfindungen sind von den Gefühlen überschwemmt worden. Es ist also sehr wichtig, dass du einmal deine Gefühle von den Empfindungen trennst. Wie man das macht? Nicht ganz einfach, da unsere Gesellschaft nicht wirklich zwischen Gefühlen und Empfindungen trennt. Wir empfinden Liebe und fühlen Schmerzen, dabei sind Schmerzen Empfindungen und die Liebe ein Gefühl! Also kläre für dich einmal diesen Unterschied.
Du folgst den Sandbänken durch das überschwemmte Gebiet, vermeidest es also, mit den Urgefühlen in Kontakt zu kommen.
Ein Schiff symbolisiert deine Art der Fortbewegung durch dein Leben, wie du durch die Gefühle, das Wasser,  "navigierst". Das Schiff, das Lebensschiff, das Totenschiff für die Überfahrt in die Andere Welt!
Doch es ist nicht dein Schiff, es ist ein Piratenschiff, ein Schiff, das sich aufmacht, andere Schiffe zu überfallen und auszurauben, sie an ihrer Fahrt zu hindern.
Der Traum zeigt dir die Gefahr, nicht Herr über deine Entscheidungen zu sein, nicht selbst zu navigieren, sondern als Pirat gleichsam als ein Vampir von anderen zu leben.

Aber keine Panik! Der Traum zeigt dir auch eine Lösung.
Sicher kennst du Lara Croft?! Freunde und Bekannte spielen im Traum oft eine eher archetypische Rolle.
Die Frau auf dem Schiff symbolisiert wohl so etwas wie das Abenteuer pur. Du willst bei ihr bleiben, ein abenteuerlicheres Leben führen, aber sie gibt dir etwas viel besseres.
(Vieleicht denkst du auch mal über die Geschichte von Jona und dem Wal nach!)
Sie gibt dir ein Auto! Auto heißt Selbst!
Sie gibt dir dein Selbst, dein Ego, deine Unabhängikeit, alles das, was wir mit dem Auto verbinden.
Das wäre ein super Handel! Weg vom Piratenschiff, hin zur Selbstständigkeit!
Doch Vorsicht, das Auto stammt aus einem Piratenschatz, es wurde "gestohlen", ist ein fremdes Selbst!
Lara, hier wohl als deine Anima, versucht dich zu manipulieren.
Wo ist dein wirkliches Selbst?

Ich denke dieser Traum zeigt dir sehr viel über dich selbst, deine Gefühle und Empfindungen und auch deine Selbstständigkeit.
Ich kann dir hier nur ein paar Hinweise geben, solch ein Komplexer Traum bedarf eines klärenden Gesprächs.
Hoffentlich konnte ich dir helfen.
Liebe Grüße aus Wien.

Mittwoch, 28. August 2013

Verfolgungstraum

Schwarzvogel hat gesagt… 
Ein weiterer Verfolgungstraum mit versuch luzid zu werden: 
Ich war in einer stadt und wurde von spezial einheiten gesucht, die ganze stadt suchte und kannte mich, es boten sich kaum verstecke. ich wurde erkannt und von 3 polizisten/militärs verfolgt! eine davon war eine gute freundin von mir (leona und ihr freund) ich flüchtete mal wieder auf spektakulärste weise, hatte super fähigkeiten-springen klettern, rennen, sie konnten mich kaum fassen doch ich wurde überall eingeengt, mir blieb nur mehr ein versteck hinter einem gartenzaun in der hecke, sie rannten an mir vorbei entdeckten mich dann aber doch, kein ausweg, ich stellte mich einfach tod, eine polizistin schnappte mich am arm und schrie hysterisch: ich hab ihn!!(ich erwachte noch nicht wie sonst üblich beim ertrappt werden) ein weiterer fluchtversuch in ein haus, nach extremen spiderman moves fasste sie mich im klo. sie sagte ich hätte keine chance zu entkommen, sollte aufgeben das gebiet ist mit dreifachem stachel zaun umzäunt, die ganze armee rundum, eine chinesische mauer aufgebaut. ich war baff! sie fühlte mit mir und schaute zu mir auf weil ich anscheinend ein ganz besonders gesuchter kerl war der super fähigkeiten hatte, sie schien mitleid zu haben da ich jetzt ins gefängis kommen würde. plötzlich hatten wir Sex im gebäude, sie wollte mich doch ich konnte nicht in sie eindringen erst nach einigen versuchen. dann sagte sie mehrmals:ja, fick diese welt!?? beim höhepunkt erwachte ich machte einen realitäts check und veruschte weiter zu träumen. ich fragte was sie/der staat von mir wolle und warum sie mich verfolgen. (weiß nicht ob ich mir das selbst zusammen reimte oder wirklich träumte, ich war halb wach) sie sagte ich wäre eine gefahr für die gesamte welt weil ich spezielle fähigkeiten habe und sie mich deshalb ganz weit weg sperren damit mich niemand hören kann und ich keinen einfluss auf die welt habe. sie fürchteten mich. was soll das bedeuten? 
geht es in dem traum nur um mich oder auch um die außenwelt? 
freue mich über eine deutung! 

Hallo Schwarzvogel!
Es geht immer um dich und immer auch um die Außenwelt. Es geht um dich und dein Verhältnis zur Außenwelt.
Verfolgungsträume zeigen uns, wovor wir davon laufen, vor Gefühlen, Herausforderungen, Überlastungen, Sehnsüchten etc. Ängste vor dem, was man sein könnte, was Andere von uns erwarten, und so weiter.
In deinem Traum bist du ein Stadtbekannter "Spezialist" im Davonlaufen!
Am Ort, wo man normalerweise allein ist und sich "entlastet", am Klo, schnappt SIE dich! Und dann hat sie auch noch Mitleid mit dir!
Es ist deine Angst vor der Welt, die du dann beschreibst. Zitat:"sie sagte ich wäre eine gefahr für die gesamte welt weil ich spezielle fähigkeiten habe und sie mich deshalb ganz weit weg sperren damit mich niemand hören kann"
Du hast spezielle Fähigkeiten! Du hast noch Angst, der Welt deinen Stempel aufzudrücken, sie maßgeblich, mit deinen Mitteln, zu beeinflussen.
Du lebst nicht in deiner Kraft und so verfolgt dich eben genau diese. Die "Welt" weiß um deine Kraft und fordert sie von dir. Du weißt um deine Kraft und hast Angst vor ihr!
In deiner Realität gibt es eben auch Freunde (leona und ihr freund), die ihre Kraft -noch- nicht leben.
Die Angst vor deiner eigenen Kraft verfolgt dich und dagegen gibt es im Traum nur ein Mittel!
Stehenbleiben und die Verfolger ansprechen. Konfrontieren, ohne Gewalt. Was wollt ihr von mir!
So auch in der Realität. Wovor hast du Angst. Angst, in der Öffentlichkeit zu stehen, Position zu beziehen und dich einzumischen!
Der hochspezialisierte "Davonläufer" ändert eben nichts. Du brauchst einen klaren Standpunkt für dich selbst. Wer bist du und was willst du in der Welt bewegen!
So auch mit dem luziden Träumen. Wir haben Angst davor und die Angst verfolgt uns und wir haben Angst davor........
Es hilft nichts, du wirst das luzide Träumen lernen müssen, um die Angst zu konfrontieren und dadurch zu klären. Angst ist/sind ungeklärte Symbole.
Bleib stehen im Traum, lauf nicht davon und dreh dich um.
Und wenn du ganz mutig bist, dann bleib auch in der Realität stehen, dreh dich um und konfrontiere deine Vergangenheit, kläre ihre unbekannten Symbole und dann geh voran und präge der Welt deinen Stempel auf!
Und du wirst Erfolg haben!

Dienstag, 30. Juli 2013

Traumdeutung Seeungeheuer

Anonym hat gesagt... 
Ich hatt einen sehr klaren und deutlichen Traum am Beerdigungstag meiner Mutter. Er hat mich beeindruckt weil er so klar kam. Ich bitte Sie Ihn zu deuten. 

Es war in der Nacht vor der Beerdigung. Ich gehe einen hohen Treppenweg hinauf er führt auf eine Burg. Die Stufen sind ungleichmäßig hoch. Ich träume mein linkes Bein ist gesund und das nimmt die hohen Stufen und das rechte Bein macht die tiefen. An der linken Seite ist eine hohe Mauer. Oben, über meinem Kopf sind Griffe eingehauen. Ich kann mich mich mit der linken Hand oben festhalten, damit ich schneller hochsteigen kann. Es geht ganz leicht obwohl es sehr steil steil sehr hoch geht. Oben komme ich in ein Burgzimmer. 
Die Wände sind aus kahlem Fels. Hier wohnt meine Freundin, sie heißt Beate wie ich. Aber ich kann sie nicht sehen. Sie wohnt hier mit ihren Kindern. 
Ich trete zum Fenster und schaue hinaus. Es geht tief die Burgwand hinunter. unten ist Wasser. Da zeigt sich ein Seeungeheuer. Es ist ganz orange und sehr groß. Es sieht ähnlich aus  wie eine Seekuh. Es verschwindet wieder und es zeigen sich noch kleinere ungewöhnliche Fische. Einer ist blau und springt aus dem Wasser.  Ich wundere mich über die Tiere und denke: Es gibt doch noch Seeungeheuer. 
Meine Freundin sagt zu mir: Wir gehen jetzt spazieren zum baden. Wir laufen über eine Wiese mit den Kindern. Ich weiß daß sie alle dabei sind aber ich kann sie nicht sehen. Wir kommen in das Nachbardorf. Da ist ein Schwimmbad. Außenrum stehen ein paar uralte Bauernhäuser und Hütten. Niemand von uns gefällt es hier. Wir sind ganz alleine. Keiner kommt dazu. Als der Tag zu Ende geht stehe ich am Schwimmbadrand und sehe daß das Wasser schwarz ist und die Häuser verlassen. Niemand ist gekommen. Meine Freundin sagt: 
Da waren wir, wir kommen nie mehr hierher. 
Wir gehen weg. 

Hallo Anonym!
Ist dir aufgefallen, dass in deinem Traum 2 Dinge oft auftauchen?
Die linke Seite und das Wasser!
Links ist das Herz, die Emotionen, der weibliche Aspekt, die Möglichkeit im Gegensatz zur Wirklichkeit. Mit deiner linken Seite kommst du gut auf den steilen Stufen hinauf. Hinauf zur Burg, dem Ort der Sicherheit und des Überblicks. Du erreichst eine große Höhe.
In einer für dich schweren Zeit ziehst du dich auf die Burg zurück und deine Emotionen, deine weibliche Seite hilft dir dabei. Unten das Wasser, da sind wir wieder bei den Emotionen, deinen Gefühlen. Aus deren Tiefe taucht ein Ungeheuer auf, eine Projektion deiner Gedankenwelt. Du glaubst, alles wird sehr schwierig werden.
Diese Projektionen machen alles größer und bedrohlicher, dabei sind es doch "nur kleine Fische"!
Ihr geht Schwimmen, wieder die Emotionen. Das schwarze Wasser verweißt auf einen unklaren Gefühlszustand, aufgewühlt und undurchsichtig.
Und deine Freundin sagt: "Da waren wir, wir kommen nie mehr hierher."
Ja, wenn Jemand stirbt, dann kommen wir nie wieder an diesen "Ort".
Dein Traum zeigt dir sehr schön deinen momentanen Gefühlszustand und gibt dir auch ein paar Tipps, wie du damit umgehen könntest. Er zeigt dir, das du absolutes Vertrauen in dich selbst haben kannst, deine linke Seite kennt den Weg hinauf auf den Berg und in die Burg, deinen sicheren Platz.
Der ist noch ein bischen kahl, aber voller Möglichkeiten.
Vertraue jetzt deinen Gefühlen, deiner Weiblichkeit und der Aufstieg kann beginnen!

Dienstag, 16. Juli 2013

Traumdeutung Ich und das Baby

Anonym hat gesagt…
Hallo Bernd,

deine Seite ist sehr schön und informativ und ich habe auch schon viele Träume gefunden, die meinen ähnelten, aber nun habe ich 2 Nächte hintereinander seltsame Träume, deshalb wende ich mich heute einmal an dich.

1. Nacht:
Ich bin ungefähr 15/16 Jahre alt in diesem Traum. Mein damaliger Freund ist mit mir zusammen im Wohnzimmer meiner Eltern. Wir feixen miteinander, wir machen Spaß, aber irgend etwas trennt uns. Ich weiß instinktiv, daß ich ihn nicht haben kann (in der Wirklichkeit war es natürlich nicht so). Plötzlich taucht ein bildschönes, kleines Mädchen auf, ca. 1 1/2 - 2 Jahre. Sie gehört offensichtlich zu ihm, das wird mir bewußt. SIE ist also der Grund, warum ich ihn nicht haben kann. Ich fasse nach meinem Freund und er läßt es zu und läßt sich auf den Rücken fallen. Wir "balgen" herum, dann ist der Traum zu Ende.

2. Nacht:
Ich bin mit meiner Schwester in einem Raum. Sie hält ein Baby im Arm, es ist ein niedlicher Junge. Er gehört weder ihr noch mir. Das Baby soll schlafen, aber meine Schwester bekommt das nicht hin. Ich nehme ihr den Jungen ab und beginne, ihn zu wiegen. Er beruhigt sich und ich gehe mit ihm in sein Kinderzimmer (obwohl er uns nicht gehört, scheint er sein eigenes Zimmer bei uns zu haben). Meine Schwester ist wütend und kommt mir laut hinterher. Das Baby fängt an, unruhig zu werden und ich schlage meiner Schwester irgendein Plastikspielzeug so hart auf den Kopf, daß es zerbricht. Endlich geht sie.

Ich sitze mit dem Baby da und wiege es, es wird immer ruhiger. Plötzlich bemerke ich, daß das Fenster sperrangelweit offen ist und es zieht. Ich schließe das Fenster und setze mich mit dem Kleinen wieder hin. Er fängt an, einzuschlafen. Ich hangele nach einer Decke, die am Boden liegt, ziehe sie ein Stück hoch und umwickele das Kind, damit es schön warm für das Kleine ist.

So, das war es!:)
Da zur Zeit einiges in meinem Leben vorgeht, wäre ich für eine Deutung dieser Träume sehr dankbar. Instinktiv denke ich, es wird mir was sagen.
Ich kläre dich danach auch gerne auf, nur möchte ich jetzt nicht zu viel verraten.

Vielen Dank und ganz liebe Grüße. Birgit



Hallo Birgit!
Na ja, was soll ich dir sagen? In Nr. 1 geht es um Sex, in Nr. 2 um das Kind. Bist du schwanger oder willst es werden?

Das war die einfache Variante, es gibt natürlich auch eine etwas Tiefgründigere!
Das kleine Mädchen ist sein weiblicher Anteil, den du wahrnimmst, der sich auch dazwischen stellen könnte. Wegen Ihr kannst du ihn nicht haben. Nie! Die Anima, der weibliche Anteil des Mannes kann dir einige Knüppel in den Weg legen, wenn du keinen Weg findest, damit umzugehen.

Deine Schwester ist im Traum so etwas wie dein Schatten, deine andere Seite, die auch einen Anspruch auf das Kind erhebt, auch dieser Anteil von dir will in deine Pläne einbezogen werden. Schlagen ist auch im Traum keine gute Lösung, es geht nicht nur Spielzeug dabei zu Bruch.
Red mal mit deiner anderen Seite und überzeuge sie liebevoll von deinen neuen Plänen. Du ersparst dir eine Menge Ärger dadurch.
Du schreibst:"Plötzlich bemerke ich, daß das Fenster sperrangelweit offen ist und es zieht"
Du bist in einem Haus, sonst gäbe es kein Fenster. Das Haus ist ein denkerischer Ansatz, ein Gedankengebäude! Durch das offenen Fenster kommt "Zugluft", kalte Luft, die eventuell zu Erkältungen etc. führt.
Luft, das Denken, kann in deinem Bild gefährlich für das Kind sein. Du weißt das und versuchst dein Kind davor zu schützen. Also, tu das!
Schütze das ungeborene Kind, auch wenn es "nur" ein Gedankenkind ist, vor den vorschnellen Gedanken. Das meint, überprüfe genau, ob es eine Kopfgeburt wird, oder ein Kind der Liebe, von deiner Zuneigung getragen.

Sorry, das da jetzt ein paar schwerere Gedanken dazu kommen, aber dein Traum rät dir, nach meiner Ansicht, zur Überprüfung deiner Gedanken und zur Berücksichtigung auch hinderlicher Emotionen oder Überlegungen.

Viel Glück bis bald!

Montag, 15. Juli 2013

Traumdeutung der Mörder und Robin Hood

Hallo Bernd,

auch ich habe einen Traum, den ich nicht verabeiten/vergessen kann, und das seit gut 16-17 Jahren.

In meiner Kindheit, ich war etwa drei oder vier, träumte ich wochenlang das Gleiche. Es war Herbst, es dämmerte und ich blickte im Querschnitt in einen Wald hinein. Ich sah zwei mir unbekannte Personen, aber zunächst nur ihre näherkommenden Schatten, die von links nach rechts liefen. Ein kleiner schmaler Junge (ich habe keine Geschwister) rannte vor einem großen, dicken, bärtigen Mann (keine Ähnlichkeit zu irgendjemandem den ich kannte/kenne) davon. Der Junge trug grüne Kleidung, die mich im Nachhinein an Robin Hood erinnert. Der Junge stolperte, fiel und drehte sich auf den Rücken. Der Mann (er trug einen großen Lederschlapphut mit einer großen Feder daran auf dem Kopf) beugte sich über ihn und zog einen Pfeil aus einem Köcher auf seinem Rücken. Dann sah ich den Oberkörper des Jungen direkt vor mir, sah die Angst in seinen Augen und wie der Mann den Pfeil langsam immer tiefer in das Herz des Jungen drückte. Auch das Grinsen auf dem Gesicht des Mannes konnte ich sehen, da mein Blickwinkel zwischen den beiden wechselte.


Ich bin mir nicht sicher, jedoch war ich schon früher sehr verunsichert. Ich hatte ständig Angst vor irgendetwas (schüchtern, wenig Freunde, ...) und dieser Traum hat mir das Blut in den Adern gefrieren lassen. Ich kann mich an Abende erinnern, in denen ich weinend im Bett lag, weil ich darüber nachgedacht habe, zu welchem meiner Elternteile ich gehen sollte, sollten sie sich trennen - obwohl es dafür zu dem Zeitpunkt gar kein Anzeichen gab, es war alles in Ordnung. Getrennt haben die beiden sich erst, als ich 13 war (ich bin jetzt 20). Ich weiß nicht, ob es eine Art "Vorausdeutung" war? Schwarz = Vernichtung (einer Familie)? Tod = Ende (einer Ehe)? Dieser Traum beschäftigt mich schon sehr lange, aber ich kann ihn nicht zuordnen... Gibt es so etwas wie "Vorahnungen" denn überhaupt..? Meiner Meinung nach nicht! :-(

Hallo Anonym!
Solche wiederkehrenden Träume sind sehr wichtig. Wohl jeder von uns kennt solche Träume aus der Kindheit. Erstaunlich doch, dass die Erinnerung bis zum 3. oder 4. Lebensjahr zurück reicht.
Worum geht es?
Der Wald als Ort des Geheimnisvollen, des "hinter dem Zaun seins", des Unterbewusstseins, des seelischen, ist der Ort deiner Traumhandlung. Der Traum führt dich tief in deine Gefühlswelt, die dir nicht rational zugänglich ist.
Pflanzen gehören, wie auch der kleine Junge, in den Süden, den Platz des seelischen Wachstums und des inneren Kindes.
Der erwachsene Mann mit der Feder am Hut gehört zum Norden, der Rationalität des Verstandes. Die Feder ist ein Attribut des Nordens, der Tiere, hier der Vögel. Sie zeigt Überblick und klaren Verstand, allerdings hat das wenig mit Denken aus dem Kopf zu tun, sondern mehr mit dem Denken aus dem Bauch.
Der Pfeil ist ein Hinweis! Er schießt nicht mit einem Bogen sondern zeigt eher einen "vertieften" Hinweis auf das Herz des Jungen. Du schreibst nicht, ob der Junge stirbt! Das wäre meine erste Frage an Dich.
Worum kann es gehen, welchen Konflikt zeigt dein Traum?
Offensichtlich ein Konflikt zwischen dem Norden und dem Süden, dem Vertrauen und der Unschuld des Kindes und der Welt der Erwachsenen, des Rationalen und Denkerischem. Das Denken, der Erwachsenen, zielt auf das Herz des Kindes, der unschuldigen Seele.
Erwachsen werden ist ein Prozess, der meistens mit der "Tötung" des kindlichen in uns einher geht. Manchmal ist die Verleugnung des kindlichen in uns eine Überlebensstrategie.
Das kleine Kind tragen wir in unserem Rücken, es gibt uns Deckung gegen Angriffe von "Hinten".
Vieles von dem, was du schreibst lässt auf ein verletztes Kind in dir schließen. Du schreibst:"ständig Angst vor irgendetwas (schüchtern, wenig Freunde". Für mich alles Attribute eines verletzten Kindes.

Das ist nur eine online Deutung, die nicht in die Tiefe gehen kann, aber du solltest dich um dieses Kind in dir kümmern! Auch jetzt noch, nach so vielen Jahren wartet es auf dich und wenn du es heilen kannst, werden deine Ängst weniger werden.
Und ja, das innere Kind ist unser magischer Anteil und dem traue ich Vorahnungen absolut zu!

Freitag, 14. Juni 2013

Luzidität und Panik im Traum

Maru hat gesagt… Hallo Bernd :) 
Ich hätte ein paar Anliegen zu luziden Träumen. 
Nun, zunächst wüsste ich gern, inwieweit ein luzider Traum zu deuten sei oder inwieweit er Einblicke in das innere seiner selbst gewähren kann? 

Zweites: Ich muss gestehen, meine persönlichen Erfahrungen mit luziden Träumen sehen relativ kläglich aus, was vorallem darin begründet ist, dass ich im Falle einer Luzidität im Traum Panik bekomme. Ich fürchte mich davor nicht mehr aus dem Traum erwachen zu können und begehe deswegen grundsätzlich Suizid im besagten Traum und springe entweder aus dem Fenster oder in jeden Möglichen Abgrund der sich mir bietet, wobei ich grundsätzlich im Traum bei mir zuhause bin. Sobald ich jedoch im Traum gestorben bin wird alles schwarz und ich spüre wie sich um meinen wirklichen reallife-Hals Hände legen. 
Wärend ich beginne meinen Körper wieder zu spüren höre ich eine feine, sanfte Stimme: "Ich werde dich umbringen, ich werde dich vernichten, mein Schatz". 
Ich bin mir nicht sicher was mir diese Erfahrungen sagen sollen? 
liebe Grüße Maru 

Hallo Maru!
Wenn deine luziden Träume tatsächlich luzide Träume sind, dann geht die Deutung  in Richtung deiner Handlungen im Traum.
Was machst du und warum tust du es.
Allerdings ist diese Deutung so, als würdest du dein reales Leben deuten, was übrigens sehr erhellend sein kann.
Also, sind es wirklich luzide Träume? Das kann ich natürlich so nur sehr vage beurteilen. Wichtig ist dabei, das du von einem präluziden Zustand in einen Zustand der Gewissheit der Luzidität voran schreitest.
Was meine ich damit:
- du bist dir im Traum absolut bewußt, dass es ein Traum ist und hast es auch überprüft!
- mach einen "Realitätscheck", welcher Tag ist Heute, wo befindest du dich, was hast du vor....

Dieser Check ist unbedingt wichtig, weil du sonst irgendwo in einem Zwischenstadium bleibst, der die Panik auslöst.
Ich hab schon mal über diese Panik geschrieben. Wenn sie auftaucht dann versuch einfach ruhig zu bleiben, sag dir laut und deutlich " ganz ruhig, ganz ruhig, ein Traum.
Bitte versuch auf jeden Fall von den Suiziden abstand zu nehmen! Wenn du aus dem Traum aufwachen willst, dann fixiere einfach längere Zeit einen Gegenstand in deiner Nähe. Durch diese Fixierung hälst du deine realen Augen starr und das bewirkt ein Aufwachen. Auch eine ganz bewußte Bewegung des realen Körpers kann zum Aufwachen führen.

Wenn du wieder mal in einen luziden Traum kommst, dann mach erstens den Realitätscheck, zweitens versuch ruhig zu bleiben und beginne einfach deine nähere Umgebung zu inspizieren, bleib dort, wo du gerade bist und dann konzentriere dich auf das Aufwachen und wach auf! Mach das so lange, bis die Panik verschwindet.
Der "Traumkörper" mit dem wir des nächtens unterwegs sind, besonders in den luziden Träumen, braucht auch eine Ausbildung, eine Annäherung an dein waches Bewußtsein.
Wenn du diese Ebene hinter dir hast und die Panik verschwindet, dann ruf mal nach der "Stimme" und finde heraus, welcher Teil von dir dahinter steckt!
Diese "andere Seite" von dir fühlt sich vielleicht etwas vernachlässigt und will deine Aufmerksamkeit.
Du kennst vielleicht das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis". Auf dem Buchdeckel steht der wichtigste Inhalt:
                                                    Keine Panik!!

Schreib mal, wie es weitergeht.