Mittwoch, 11. Dezember 2013

Traumdeutung, die Tür im Wald und der Wolf

Petrick hat gesagt… 

Hallo, Ich habe einen Traum den ich absolut nicht deuten kann, jener verfolgt mich schon seit langer Zeit. Ich stehe in einem Wald und sehe eine Tür, eine sehr alte aus Holz. Ich nähere mich ihr und will sie öffnen, doch sie ist verschlossen. Als ich von ihr lasse, fängt es an. Es stößt etwas gegen die Tür, ich bekomme Angst und bewege mich weg von ihr. Ich stehe schon etwas weg, da springt die Tür auf und ich sehe nur 2 rote Augen die mich, aus dem dunkel heraus, anblicken. 

Ängstlich renne ich los und werde verfolgt, immer wieder werde ich gebissen und mein ganzer Körper schmerzt. Ich renne um mein Leben, doch es erwischt mich immer wieder. Erst am Arm, dann an der Schulter, am Bein und ich fühle es jedes mal sehr extrem, ich blute und ich renne trotzdem weiter. Ich schreie vor Schmerzen, ich höre ein Knurren und renne weiter. Ich sehe vor mir wie sich der Wald öffnet. Ich glaube, dass könnte meine Rettung sein. Doch ich werde wieder gebissen, inzwischen blute ich an meinem ganzen Körper. Als ich außerhalb des Waldes stehe, komme ich an einen Abhang. Ich lasse alle Hoffnung fahren und drehe mich um. Wieder nur diese Augen im dunkeln und ein bestialisches Knurren. Es kommt auf mich zu und in einem schein des Mondes, in den es Tritt, erstarre ich, ich kann es einfach nicht glauben. In diesem Licht stehe ich... 

Blutverschmiert mit Blutroten leuchtenden Augen und knurre mich an. Ich renne auf mich zu, also die Gestallt als ich sehe es ist nicht ganz ich. Es ist eine Blutverschmierte seite und eine seite ein Wolf, es springt auf mich zu, ich will nicht mehr ausweichen. Ich schließe die Augen und merke wie ich den halt verliere und wir stürzen gemeinsam in den Abgrund. Ich fühle wie es mir in die Brust beißt während wir fallen und in mich hinein will. Kurz vor dem Boden wache ich auf und ich fühle immernoch diese schmerzen, doch irgendwie fühlt es sich eher an, als würde etwas raus wollen. 
Doch davor habe ich Angst. Ich will es nicht raus lassen. Ich halte es fest und gefangen. 
22. November 2013 01:00 

Hallo Petrick!


Forest Door by *intao on deviantART


Eine Tür im Wald, ein surrealistisches Bild von großer Kraft!
Der Wald, der Ort der Urnatur, der Wildheit unserer unterbewussten Gefühle, unserer versteckten archetypischen Muster. Der Weg ins Neuland.
Dort eine Tür! Eine Tür ist ein Übergang von einer Seite auf die Andere, eine Pforte, durch die man eindringen kann, oder aus der etwas in deine Welt herüberkommen kann. Das Eindringen hat auch eine klare sexuelle Symbolik!
Du hast keinen Schlüssel zu dieser Tür, du hast keinen Schlüssel zu den in dir verborgenen Zugängen, zu deinem Unterbewusstsein.
Deine Neugier, die dich versuchen lässt diese Tür zu öffnen, hat ein "Monster" geweckt, den bösen Wolf, der du selber bist!
Der Wolf als Leittier des Nordens ist Vertreter der Urinstinkt von Aggressivität, Triebhaftigkeit und
triebhaften Begierden, die uns zerstören, wenn wir sie nicht in unser Leben integrieren. Diesen Wolf nennt man auch "das zweite Ich".
Dieses zweite Ich will dir bewusst werden! Es steht unter enormen Druck, da du es noch nicht kennst, nicht wahrnimmst.
Allerdings denke ich, das du schon nahe dran bist und auch schon einiges, wenn auch unter Druck, richtig machst.
Du schreibst: "ich will nicht mehr ausweichen", genau das ist die Lösung! Auch :"Ich will es nicht raus lassen" geht in die gleiche Richtung.

Der erste richtige Schritt im Traum ist das sich Umdrehen, den aggressiven Teil konfrontieren, dadurch erkennst du das Problem.
Das zweite Ich leidet wie du Schmerzen der Trennung, es will in dich hinein, es will in dein aktives Bewusstsein hinein, es will wahrgenommen werden, sei es auch, wenn beide dadurch in den Abgrund stürzen.
Es will hinein in dein Bewusstsein und du willst es nicht rauslassen und es hinter der Tür im finsteren Wald versteckt lassen. Im Unterbewusstsein soll es bleiben, damit dir diese Triebe, Sehnsüchte und die Wildheit der Gefühle nicht lästig werden und deinen Alltag stören.
Doch Vorsicht, diese andere Seite ist mächtig in uns.
Wir alle haben eine dunkle Seite, ungelebte Triebe, ungelebtes Leben, ein Übermaß an Anpassung. Die meisten Menschen ignorieren das hinter einer dünnen Fassade der Anständigkeit und des geregelten Lebens. Du scheinst das sehr gut in dir zu spüren, den Druck wahrzunehmen.
Da gibt es nur zwei Wege.
Du ignorierst es wie die meisten Menschen und verschenkst diese Kraft, oder du erwachst und stellst dich dieser inneren Kraft und nutzt sie für ein erfüllteres Leben.
Damit die Sache nicht im blutigen Kampf endet, nimm dir eine Hilfe.
zB. aktive Imagination, Psychotherapie etc.
Öffnen behutsam die Tür im Wald - du hast den Schlüssel ganz sicher dabei - und beginne einen Dialog mit dem "Monster" in Dir. Du wirst erstaunt sein, welch kreativer Aspekt da zum Vorschein kommt.

Ich wünsch dir viel Erfolg
PS. Und wie so oft. Keine Panik! Umarme das "Monster" liebevoll und du wirst ein ganzer Mensch!





Montag, 9. Dezember 2013

Traumhafter Sonnenuntergang

Sorry, aber gelegentlich mach ich mal Urlaub und dann leidet natürlich der Blog darunter.
Die eingegangenen Träume werde ich bald bearbeiten. Hier ein kleiner Einblick auf einen schönen Sonnenuntergang im Urlaub!


Donnerstag, 21. November 2013

Traumdeutung Der König der Tiere im Haus der Obdachlosen!

Schwarzvogel hat gesagt…

Die Löwen sind auch bei mir aufgetaucht.
Am abend zuvor frage mich einen Freundin noch was der Löwe in der Mitte meiner "Traumtafel" (Bilderkolage hilft meine Träume zu realisieren) bedeutet, ich sagte ihr ein paar dinge und zuletzt: aber soo genau weiß ich das noch nicht, muss es erst herausfinden. dann der Traum:

Ich war in einer Stadt und irgendwie auf einer mission, ich sollt in ein Haus gehen, aber nicht zu lange drinnen bleiben es wäre gefährlich und man wusste nicht was drinnen ist! das haus war wie in matrix eine andere Welt und ich musste zur rechten zeit wieder zurück kommen! das haus war alt und versandelt, aber sehr aufregend, viel zu entdecken ich hätte stunden dort verbrigne können!
doch es waren Löwen im Haus ich öffnete eine türe und da war ein männlicher löwe, respektvoll machte ich wieder zu um ihn nicht zu stören. ich begegnete immer wieder löwen im haus, am eindruckvollste war es als ich eine Türe öffnete war da ein Löwen baby, extrem süß, doch dann kam die mutter ich hatte angst sie würde das kind verteidigen und ging zurück, die mutter war eine zauberhaft schöne löwin mit schönem gesicht und augen, sie ging auf mich zu und ich lies den löwen ihren platz, si etaten mir nichts!
dann musste ich aus dem haus wollte aber noch einen raum erkundne obwohl die zeit zu eng war, ich ging kurz hinein da war ein fenster und ein loch im boden, luft zog durch den raum. dann lief ich schnell die trepen runter um rechtzeitig raus zu kommen (wie bei matrix wenn sie zum telefon müssen ) draußen war mein bruder und wir gingen durch die stadt, ich zeigte ihm die gasse in der das alte, lang nicht betretene haus stand und als wir um die ecke kamen war in der gasse der männliche löwe! er kannte mich/uns und wir gingen weiter das wir zurück mussten-wo auch immer hin, ich wollte eigentlich garnicht zurück..wollt auf abendteuerjagt und zu den löwen.

Mein bruder hatte als kind ein Stofftier der so aussah wie der männliche löwe den wir sahen. Was ist das für ein altes Gedanken gebäude? welche mission und 2 welten? du schreibst die Löwen stehen für Leidenschaft Mut und Stärke, was machen sie in diesem haus das so aussieht als würden obdachlose darin wohnen. soll ich den Löwen obdach geben, sie in meine welt mitnehmen oder bei ihnen bleiben? ich werde versuchen kontakt zu den löwen aufzunehmen und ihnen näher zu kommen.

PS: zu meinem letzten verfolgungstraum: ich habe mich auch in der realtität umgedreht und mutig in die vergangenheit geblickt und einiges tut und klärt sich, seit dem auch viele starke träume! Danke für deine Deutungen!

Lg Schwarzvogel

Hallo Schwarzvogel!

Viel siehst du selber aber vielleicht ziehst du nicht die richtigen Schlußfolgerungen daraus!
Zitat:"was machen sie in diesem haus das so aussieht als würden obdachlose darin wohnen".
Der König der Tiere im Haus der Obdachlosen!
Es ist wie du sagst, DEIN Gedankengebäude, das du verkommen lässt! Bist du Obdachloser im eigenen Haus?
Wo du nicht bist in dir, bestzen andere Geister deinen Raum, machen dich schwach und krank.Zum Glück residieren die Löwen als Stadthalter in deinen Räumen und schützen sie so wohl vor dem Verfall.
Was heißt das aber?
Die Löwen, wie die Gedanken zum Norden gehörig, sind die starken selbstbestimmten Instinkte, die viele unserer Handlungen leiten.
Deine Instinkte scheinen königlich zu sein, gesund und mit Nachwuchs gesegnet, was man von deinen Gedanken nicht sagen kann.
Um die solltes du dich aber kümmern.

Du bist, was du denkst! Schau mal zB (Hier klicken) zu den 5 goldenen Regeln des positiven Denkens 

Das ist keine leere Floskel, sondern eine magische Realität!
Überprüfe einmal, was du so den Tag über denkst. Beobachte deine Gedanken, ohne einzugreifen.
Und dann schlag zu. Unerbittlich!
Räume mit dem depressiven, sich ständig wiederholenden inneren Dialog auf. Nimm dir eine "Litanei" zur Hilfe, ganz im Sinne des positiven Denkens.
Das Haus ist der Ort, in dem du lebst.
Gedanken machen dich stark oder krank, ganz wie du willst!
Bau dir ein Gedankengebäude, in dem du auch gerne wohnen willst! Es prägt dein ganzes Leben!
Also, werde ein Häuserlbauer und mach dir die Löwen zu Freunden.
lg Bernd

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Traumdeutung Adler und Hühner

Anonym hat gesagt… TRAUM: Adler und Hühner

Hallo! Ich habe ein sehr intensives Traumleben, träume auch oft sehr schöne Dinge. Folgender Traum hat mich etwas stutzig gemacht, keine Ahnung woher das kam. Der ganze Traum war unheimlich klar und ich habe mich an alles sehr gut erinnern können. Als der TRaum quasi fertig war, bin ich einfach aufgewacht:

2 Hühner sind in einen länglichen Käfig gesperrt, der an einer Hausmauer liegt. Beide sind schwarz-weiß, ich weiß eines der beiden (das größere) ist ein Rebhuhn, sieht auch so aus nur eben s/w.
Ein Adler kommt, reißt zunächst einer der Größe nach jugendlichen Löwin ein Stück Fleisch aus der Schulter, sie stirbt und bleibt regungslos am Boden liegen.
Der Adler widmet sich den Hühnern. Zunächst das Rebhuhn. Es schreit ganz fürchterlich, weicht aber nicht von der Stelle (der Käfig ist nicht groß genug um dem Adler zu entkommen, aber es versucht es nicht einmal) und wird vollkommen aufgefressen, nach und nach ausgehöhlt bis nur noch die haut mit dem Gefieder übrig bleibt.
Dann ist das zweite, kleinere Huhn dran. Es versucht den Adler zu verscheuchen indem es ihm sein Hinterteil zudreht und sein hinten etwas längeres Gefieder herumrotiert. Dem Adler ist das herzlich egal. ER kommt mit seinem länglichen Schnabel durch den Zaun bis zum Huhn welches sich im Gegensatz zum Rebhuhn wenigstens an die Mauer gestellt hat. De Adler zieht es zu sich, durch den Zaun, packt es und fliegt mit dem bereits verletztem Tier weg. Ich weiß genau er verschleppt es rauf auf einen Berg wo sein Nest liegt um es später zu essen. Ich weiß das Huhn leidet und wird noch leiden und ist in Panik.
Ich spüre den ganzen Traum über keine Schmerzen, also fühle nicht aktiv mit den Hühnern mit, bin aber vollkommen da und schockiert über die ganze Situation weil mir die Hühner aufgrund ihrer Auswegslosigkeit leid tun.

Über eine Deutung würde ich mich sehr freuen. Ich weiß zwar was Adler und Huhn im Allgemeinen bedeuten, dieser Fall ist aber doch sehr speziell.
Liebe Grüße!

Hallo
Das ist doch ein schöner Traum!
Da du dich schon mit Adler und Huhn beschäftigt hast, meine Frage, was für dich das ganz spezielle ist?
Der König der Tiere, der Löwe, ist dem König der Lüfte, dem Adler nicht gewachsen. Und schon gar nicht die Hühner.
Wer ist der Adler und was symbolisiert er? Und was der Löwe?

Als Tiere sind sie, in meinem Deutungsmuster, alle Vertreter des Nordens, der Instinkte und des Denkens. Dabei sind die Tiere, anders als wir, völlig sicher in den Instinkten. Das Denken durchkreuzt ihre Handlungen nicht.

Der Adler tötet den/die Löwin, indem er ihr ein Stück Fleisch aus der Schulter reißt. Die Schulter steht für das tragende Element, die Kraft etwas zu "schultern". Offensichtlich hat deine Löwin zu viel geschultert, hat sich zu viel aufgebürdet und kann sich dadurch nicht wehren.
Als Löwin verkörpert sie Leidenschaft und Kraft, Mut und Stärke. Im Traum scheint sie unter der Last der Leidenschaft unfähig zum Überlebenskampf zu sein.
Der Adler ist auch ein König, er ist allerdings der König des Denkens, Leidenschaften sind ihm fremd, er strebt nach höherem. Durch seine Freiheit im Denken ist er der Leidenschaft überlegen, mit der Gefahr, sich zu überschätzen und abzustürzen.
Die Hühner sind auch Tiere des Nordens, doch ihr "Denken" ist ziellos, sie gackern herum und sind im Käfig auch domestiziert, ihr Denken ist nicht mehr frei und dadurch werden sie leichte Beute des Adlers. Sie repräsentieren in deinem Traum wohl das unorganisierte, eingesperrte Alltagsdenken, da sie "nur" noch der Nahrung dienen.

Unser Denken ist übrigens der größte Energieverbraucher unseres Körpers
Also, dein Adler, dein freies ungebundenes Denken, ist dabei, die Löwin zu töten, wer immer das in deinem Leben ist. Sie trägt die Last der Verantwortung und der Leidenschaft und ist dadurch dem Kampf nicht gewachsen.
Ihre Beziehung zu den Hühnern wird mir aus dem Traum nicht klar, aber vielleicht ist sie so etwas wie eine Hüterin vor dem Käfig, dann wäre sie die Hüterin der alltäglichen Gedanken und Sorgen um die Ernährung. Diese "Sorgen" machen sie schwach und anfällig gegen den Freiheitswunsch des Adlers. Der Adler kümmert sich nicht um diese kleinlichen Sorgen und denkt nur an die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse.

Ich würde einmal schauen, wie es der Königin deines Lebens geht. Sie muss zu viel tragen, sich zu viel kümmern und verliert dadurch an Attraktivität, Leidenschaft und Stärke.
Geht doch besser einmal gemeinsam auf die Jagd und verteilt die Lasten.
Falls du keine Partnerinn hast, dann wird das wohl deine innere Königin betreffen.
Bleibt mir noch zu sagen: Halali

Kostenlose Traumdeutung

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Traumdeutung Ouroboros

Anonym hat gesagt… 

Hallo Bernd,ich habe heute Nacht ein Bild vor Augen gehabt. 
Also nicht direkt ein Traum. 
Vielleicht war es Teil von einem Traum von dem ich nur das Bild in Erinnerung habe.

Es war eine Schlange, die sich in den Schwanz beisst. Die Schlange war weiss, der Rand schwarz.
Ich hatte vor dem Schlafengehen einen kleinen Krach mit meinem Mann und hatte damit wohl sehr zu tun. Kannst du mir was über die Bedeutung sagen?

Hallo Anonym!

Schau mal dieses Bild an. Wiki





Die Schlange, die sich in den Schwanz beißt symbolisiert die Ewigkeit, auch die endlose sich selbst genügende Wiederholung!
Habt ihr diesen Streit öfter?
So nach dem Motto: Dann hat er gesagt, dann hat sie gesagt und schon damals, vor 10 Jahren hast du gesagt....

Das Thema kreist um sich selbst und braucht keinerlei Energie von außen, hinterlässt aber immer ein bedrückendes Gefühl, da nichts weiter geht.

Ein Teufelskreis ohne Ausweg. Außer Mann und Frau einigen sich darauf, das Thema ein für alle Mal
zu erledigen.
Wenn es dich nervt, und das Bild weist darauf hin, musst du es unterbrechen.
Red mit deinem Mann und mache ihn darauf aufmerksam.

Übrigens ein nicht unwichtiges Detail:
Ourobors bedeutet wörtlich "Schwanzverzehrer"
Na ja, dann doch liebe miteinander reden.

Liebe Grüße aus Wien

Montag, 21. Oktober 2013

Traumdeutung Religion und Dämon

Anonym hat gesagt...
Lieber Herr Schaudinnus, auf der Suche nach einer Traumdeutung bin ich auf Ihren Blog gestoßen und würde mich sehr freuen, wenn sie mir meinen Traum etwas näher deuten.

Ich sitze mit meinem Mann und einer Freundin im Kreis auf dem Boden einer Kirche, Marmorstein mit Mustern. Die beiden lachen und machen sich über Religion lustig. Da kommt der Priester. Er ist jung und gutaussehend und ärgert sich über uns.
Er verweist uns der Kirche. Ich fühle mich aber zu Unrecht herausgeworfen, da ich nicht gelacht habe.
Also stehe ich auf, wehre mich verbal und sage ganz entschieden, dass ich nichts damit zutun habe und er so nicht mit mir reden soll. Mein Mann und die Freundin sind nicht mehr da. Ich diskutiere mit dem Priester und mir fällt auf, dass er gut aussieht. Da sich das Gespräch hinzieht, bekomme ich ein schlechtes Gefühl - ich habe Angst, dass mein Mann denkt, ich flirte mit dem Priester. Obwohl es immer noch eine Kirche ist, in der wir uns befinden, ist es aber vom Aussehen her das Haus meiner Großmutter.
Es ist ein großes Herrenhaus. Wir befinden uns im Vestibül auf der Empore am Geländer in der Nähe der Treppe. Während wir reden merke ich, dass ein Dämon von mir Besitz ergreift und mich nach unten reißen will. Ich versuche mich am Geländer festzuhalten.
Was der Priester tut, kann ich nicht sehen. Mein Mann ist aber zurück und will helfen, es geht aber nicht. Ich werde nach unten durch die Geländerstäbe gerissen und lande im Keller zwei Stockwerke tiefer.
Es ist alles dunkel, nur ein Lichtschein fällt auf meine kleine Tochter, die dort liegt. (Ich bin vor drei Monaten Mutter geworden.) Sie lächelt mich an, doch dabei verändert sich ihr Gesicht und es bleibt ein Totenschädel übrig.
Ich vermute, der Traum hat viel mit Verlustängsten zutun. Allerdings sind es so viele Symbole und so viele Ebenen, dass ich da alleine etwas überfordert bin. Für Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar. Herzliche Grüße, K.

Hallo K.
Ein wirklich vielschichtiger Traum! Ich werde einmal versuchen, die mir wichtig erscheinenden Elemente heraus zu suchen.

Sie sitzen zu dritt auf dem Boden einer Kirche, das ist kein Kreis, sondern ein Dreieck! Die religiöse Bedeutung im Christentum ist klar, Vater, Sohn und Heiliger Geist, das Auge Gottes, die Vorsehung, usw.
Darüber hinaus steht es in den alten Traditionen für die Kraft des Südens, das Vertrauen, die Unschuld des Kindes, unseres inneren Kindes, das Wasser und die Gefühle, um nur einige zu nennen.
Ihr Mann und die Freundinn machen sich darüber lustig! Eine Dreiecksbeziehung?
Oder doch viel tiefgründiger wäre doch die Gretchenfrage zu stellen!

Wiki sagt dazu: "Die Gretchenfrage bezeichnet eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die wahren Absichten des Gefragten entlarven soll. Sie ist dem Gefragten meistens unangenehm, da sie ein Bekenntnis verlangt, um das dieser sich bisher herumgedrückt hat."

Sie verwehren sich gegenüber dem Priester dagegen, legen also ein Bekenntnis ab! Sie "flirten" mit dem Priester, einem gut aussehenden Mann, ein Hinweis auf die Attraktivität der Religion für sie, die ihr Mann offensichtlich nicht teilt.

Also stellt sich die Frage, an wen ist die Gretchenfrage gerichtet?
Offensichtlich doch an SIE!

Die Kirche wird zum Herrenhaus der Großmutter, das "Haus des Herrn"?
Die Ahnen tauchen auf und eine Leiche im Keller! Es gibt diese wohl in jeder Familie, in ihrem Traum scheint die Leiche im Keller allerdings eine religiöse Ausprägung zu haben.
Ein Dämon ergreift Besitz von ihnen. Was ist ein Dämon?
Dort wo wir nicht sind, in uns selbst, dort werden wir besetzt. Dort wo Sie nicht in sich sind, sitzt ein Dämon, ein Wesen, das aus Selbstzweifeln besteht, Energie raubt und den Weg für Krankheiten bereitet.

In den schamanischen Kulturen ist diese Ansicht auch heute noch vorhanden. Die Krankheit wird ausgesaugt, der Dämon ausgesaugt, damit der Patient wieder Bewußtheit an diese Stelle, in dieses Organ bringen kann.
Das alles geschieht im Haus der Großmutter! Es geht auch um die Ahnen, um das Vermächtnis der Familie. Was ist im "Herrenhaus"geschehen?
Der Dämon zwingt sie dazu, in die tiefen Schichten der Familienhistorie vorzudringen. Der Dämon ist stärker als ihr Mann. Wie man so sagt: Blut ist dicker als Wasser!
Der Dämon sitzt dort, wo sie nicht sind, wo ihr Bewusstsein nicht hinschauen will oder kann oder soll!
Das Licht des Bewusstseins in ihrem Traum strahlt auf das Baby, durch das Baby kommt Bewusstheit in ein altes Tabu im Keller der Ahnen.
Übrigens, das Baby ist in ihrem Traum 3 Monate alt! Ein nochmaliger Hinweis auf die 3.

(Noch eine kleine Zahlenspielerei.
Sie sind zu dritt in der Kirche (siehe oben), es geht um Gefühle, das innere Kind. Zwei lachen darüber, aber der vierte, der Priester findet das gar nicht lustig! Als 4 vertritt er das Denken, die Rationalität.
Die 3 hat eine innere Spannung, da 2 sich absondern und das Prinzip der 3, die Gefühle (auch religiöser Art) verlachen, die 4 verweist sie aus den heiligen Hallen zurück in die Profanität des Alltags, doch die 1, sie selber begehrt auf und legt ein Bekenntnis ab.)

Ihr Kind, die Geburt hat ein Bewusstsein in ihnen geöffnet, das noch nicht wirklich klar ist. Der Traum fordert ein Bekenntnis, welches die Familiengeschichte etwas durcheinander bringen kann. Der Dämon muss ausgetrieben werden und das geschieht, indem Sie Bewusstheit in eine verborgene Sache bringen. Im Zusammenhang des Traumes wohl ein religiöses Bewusstsein.

Sie schreiben:"Ich vermute, der Traum hat viel mit Verlustängsten zu tun."
Ihre Einschätzung des Traumes ist natürlich letztlich die Einzige, die zählt, ich denke allerdings, es geht nicht um Verlustängste, es geht nicht um das Baby. Das Baby bringt "lediglich" das Licht IHRES Bewusstseins in den Keller der Familiengeschichte und erleuchtet auch ihre persönliche Einstellung zum Glauben.
Ich denke, sie sind einigermassen bewandert in psychologischen/psychotherapeutischen Denkweisen. Vielleicht hilft eine Familienaufstellung etwas Licht in den Keller zu bringen.

Ich allerdings würde Ihnen gerne die Gretchenfrage stellen! Wie fällt die Antwort aus?










Montag, 7. Oktober 2013

Traumdeutung Naturgeister

Anonym hat einen neuen Kommentar zu Ihrem Post "Traumdeutung Tsunami und Piratenschiff" hinterlassen: 

Lieber Herr Schaudinnus,

auf der Suche nach einer Traumdeutung bin ich heute auf Ihrer Seite gelandet und hoffe, Sie können auch mir weiterhelfen.

Ich hatte einen unglaublich schönen Traum letzte Nacht. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich auch nur etwas Vergleichbares geträumt:

Mein Mann, die Kinder und ich fahren im Auto eine mir bekannte Straße, die aus dem Wald zu meinem Elternhaus führt, entlang. Es verläuft auch in der Realität ein Bach entlang des Weges.
Plötzlich sehe ich ein kleines "Elfenpony" (Es sieht aus wie die Barbie-Pferde) auf der Straße stehen und mache meinen Mann darauf aufmerksam. Plötzlich sehe ich, es ist übrigens tiefdunkle Nacht,eine Pflanze mit großen, schalenartigen Blättern neben dem Bach. In diesem schalenartigen Blatt liegen 3 weitere Elfenponys (im Traum weiß ich einfach, daß es "Elfenponys" sind). Sie liegen einfach nur da und stupsen sich gegenseitig spielerisch an. Mein Mann hält, obwohl ich ihn sehr darum bitte, nicht an.
Also bitte ich ihn, mich aussteigen zu lassen. Das macht er auch, genau vor meinem Elternhaus.
Ich möchte mein Handy holen, um Aufnahmen von den Ponys zu machen, da ruft mein Mann mich. Er ist mit den Kindern doch zu den Elfenponys gegangen. Ich gehe zu ihm und bemerke plötzlich eine Berührung an meinem rechten Handgelenk.
Ein großer, lila-weißer Vogel, der aussieht, wie aus Papier gefaltet, tastet nach meiner Hand. Ich lasse meine Hand, wo sie ist und der Vogel legt seinen Schnabel über mein Handgelenk. Entzückt mache ich meinen Mann darauf aufmerksam.

Plötzlich steht etwas sehr "wombat-ähnliches" vor mir. Seine Augen strahlen und es hüpft vor mir einmal auf und ab. Ich bin hingerissen. Auf einmal stehen mein Mann und ich in völligem Dunkel vor einer Wiese. Ein Spalt in der Dunkelheit, ähnlich einer Türe, ist offen und gibt den Blick auf eine wunderschöne, traumhafte, blühende, Wiese frei. Mein Mann zückt sein Handy und erleuchtet die Szenerie mit seiner Taschenlampe, da sehe ich Waldgeister/Trolle/Kobolde/Zwerge (eines von diesen Vieren, die genaue Bezeichnung kenne ich nicht, aber ich dachte im Traum an Kobolde), um einen Baum herumtanzen. Ich bin selig vor Glück und drehe mich nach meinen Kindern um. Hinter mir stehen noch andere Leute, u.a. eine Frau mit Kopftuch. Ich rufe den Kindern zu, schnell hierher zu kommen und das anzuschauen, damit sie wissen, daß es so etwas wirklich gibt.
In diesem Moment wache ich auf.

Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Sie mir hier weiterhelfen könnten. Ich bin eine Frau im mittleren Alter mit erwachsenen Kindern, weshalb mich dieser Traum schon sehr verwundert.

Vielen Dank im voraus und Grüße! 

Hallo Anonym!
Was soll ich da noch sagen? So ein schöner Traum braucht eigentlich keine Deutung, da er dein Wesen anspricht und dieses schon weiß, was es zu bedeuten hat.
Aber da du fragst:

Eine Tür hat sich geöffnet, eine Tür in die "Anderswelt", das Nagual Castanedas, das Reich der Elementale, der Elementargeister. Mein Lehrer, Arnold Keyserling sagt dazu:

"Sie wirken gemeinsam mit jenen, die sich als Teil der Natur verstehen, die auf ihre Vision des Augenblicks achten, und verleihen ihnen Leichtigkeit im Tun, Geduld im Warten, Härte und Ausdauer im Tun, das Fließende der Gewässer, Glanz und Schönheit, Heiterkeit und Spaß, Erfolg der Bemühung und vieles mehr"

Schuledesrades.org

In der christlichen Tradition sind sie die "Weltviertelerhalter", wie sie Gurdijeff nennt.
Uriel, Licht Gottes im Südosten, Michael, wer ist Gott, im Südwesten, Raphael, Gott heilt, im Nordwesten und Gabriel, Wort Gottes im Nordosten. 
In der schamanischen Tradition, die der Welt unserer Märchen sehr nahe kommt, sind diese Engel in ihrer alten Form erkennbar.



Zwerge im Südosten ·        bieten Hilfe für die alltäglichen Pflichten
Feen     im Südwesten·       zeigen uns die Wunder des Lebens
Elfen     im Nordwesten·     vermitteln Freude und Lust
Trolle    im Nordosten·        geben uns die Kraft zur Verwirklichung.

Sie schreiben: "Ich bin eine Frau im mittleren Alter mit erwachsenen Kindern, weshalb mich dieser Traum schon sehr verwundert."

Wirklich?
Gerade jetzt, wenn die Kinder erwachsen sind, treten wir als Menschen doch wieder in eine geistige Welt ein. Die Welt ist eben mehr als das Überleben und Großziehen von Kindern. Es gibt eine Transzendenz, eine Welt des Geistigen und eben genau diese hat bei ihnen angeklopft! 
Der Traum zeigt auf wunderbare Weise den Spalt zwischen den Welten, der sich sogar mit einem Handy beleuchten lässt!
Die Naturgeister klopfen an und wollen Einlass in ihr Leben. Sie wollen Kreativität und Freude vermitteln und auch das sie dieses Wunder allen anderen zeigen.
Ich kann mir nicht vorstellen, das sie noch nie von der Muse geküsst worden sind!

So etwas gibt es wirklich, es umgibt uns ständig und erfüllt unser Leben mit Sinn.
Wenn  sie Lust haben, dann öffnen sie sich diesen Kräften des Lebens und nehmen sie diese einfach als Bereicherung war. Oder gehen sie einen Schritt weiter und kommunizieren mit "denen", gehen sie durch den Spalt, springen sie über den Zaun, der unsere Zivilisation von der Ursprünglichkeit trennt. Es geht auch um Kommunikation! Das Handy ihres Mannes kann die Szenerie "erleuchten".
Ich denke, ihre Familie weiß um ihre Begabung, mehr zu sehen und zu spüren als die Realität zu sein scheint. 

Die Welt der Frau Holde, Alice hinter den Spiegeln und viele Andere Abenteuer warten dort und wollen kommuniziert werden.
Und wie schon so oft auf diesem Blog sage ich- KEINE PANIK!
Das ist das Leben in seiner schönsten Form!
Ich wünsche ihnen viel Spaß und Freude in der Welt hinter den Spiegeln.