Freitag, 14. Juni 2013

Luzidität und Panik im Traum

Maru hat gesagt… Hallo Bernd :) 
Ich hätte ein paar Anliegen zu luziden Träumen. 
Nun, zunächst wüsste ich gern, inwieweit ein luzider Traum zu deuten sei oder inwieweit er Einblicke in das innere seiner selbst gewähren kann? 

Zweites: Ich muss gestehen, meine persönlichen Erfahrungen mit luziden Träumen sehen relativ kläglich aus, was vorallem darin begründet ist, dass ich im Falle einer Luzidität im Traum Panik bekomme. Ich fürchte mich davor nicht mehr aus dem Traum erwachen zu können und begehe deswegen grundsätzlich Suizid im besagten Traum und springe entweder aus dem Fenster oder in jeden Möglichen Abgrund der sich mir bietet, wobei ich grundsätzlich im Traum bei mir zuhause bin. Sobald ich jedoch im Traum gestorben bin wird alles schwarz und ich spüre wie sich um meinen wirklichen reallife-Hals Hände legen. 
Wärend ich beginne meinen Körper wieder zu spüren höre ich eine feine, sanfte Stimme: "Ich werde dich umbringen, ich werde dich vernichten, mein Schatz". 
Ich bin mir nicht sicher was mir diese Erfahrungen sagen sollen? 
liebe Grüße Maru 

Hallo Maru!
Wenn deine luziden Träume tatsächlich luzide Träume sind, dann geht die Deutung  in Richtung deiner Handlungen im Traum.
Was machst du und warum tust du es.
Allerdings ist diese Deutung so, als würdest du dein reales Leben deuten, was übrigens sehr erhellend sein kann.
Also, sind es wirklich luzide Träume? Das kann ich natürlich so nur sehr vage beurteilen. Wichtig ist dabei, das du von einem präluziden Zustand in einen Zustand der Gewissheit der Luzidität voran schreitest.
Was meine ich damit:
- du bist dir im Traum absolut bewußt, dass es ein Traum ist und hast es auch überprüft!
- mach einen "Realitätscheck", welcher Tag ist Heute, wo befindest du dich, was hast du vor....

Dieser Check ist unbedingt wichtig, weil du sonst irgendwo in einem Zwischenstadium bleibst, der die Panik auslöst.
Ich hab schon mal über diese Panik geschrieben. Wenn sie auftaucht dann versuch einfach ruhig zu bleiben, sag dir laut und deutlich " ganz ruhig, ganz ruhig, ein Traum.
Bitte versuch auf jeden Fall von den Suiziden abstand zu nehmen! Wenn du aus dem Traum aufwachen willst, dann fixiere einfach längere Zeit einen Gegenstand in deiner Nähe. Durch diese Fixierung hälst du deine realen Augen starr und das bewirkt ein Aufwachen. Auch eine ganz bewußte Bewegung des realen Körpers kann zum Aufwachen führen.

Wenn du wieder mal in einen luziden Traum kommst, dann mach erstens den Realitätscheck, zweitens versuch ruhig zu bleiben und beginne einfach deine nähere Umgebung zu inspizieren, bleib dort, wo du gerade bist und dann konzentriere dich auf das Aufwachen und wach auf! Mach das so lange, bis die Panik verschwindet.
Der "Traumkörper" mit dem wir des nächtens unterwegs sind, besonders in den luziden Träumen, braucht auch eine Ausbildung, eine Annäherung an dein waches Bewußtsein.
Wenn du diese Ebene hinter dir hast und die Panik verschwindet, dann ruf mal nach der "Stimme" und finde heraus, welcher Teil von dir dahinter steckt!
Diese "andere Seite" von dir fühlt sich vielleicht etwas vernachlässigt und will deine Aufmerksamkeit.
Du kennst vielleicht das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis". Auf dem Buchdeckel steht der wichtigste Inhalt:
                                                    Keine Panik!!

Schreib mal, wie es weitergeht.

Kommentare:

  1. Hallo Bernd,

    deine Seite ist sehr schön und informativ und ich habe auch schon viele Träume gefunden, die meinen ähnelten, aber nun habe ich 2 Nächte hintereinander seltsame Träume, deshalb wende ich mich heute einmal an dich.

    1. Nacht:
    Ich bin ungefähr 15/16 Jahre alt in diesem Traum. Mein damaliger Freund ist mit mir zusammen im Wohnzimmer meiner Eltern. Wir feixen miteinander, wir machen Spaß, aber irgend etwas trennt uns. Ich weiß instinktiv, daß ich ihn nicht haben kann (in der Wirklichkeit war es natürlich nicht so). Plötzlich taucht ein bildschönes, kleines Mädchen auf, ca. 1 1/2 - 2 Jahre. Sie gehört offensichtlich zu ihm, das wird mir bewußt. SIE ist also der Grund, warum ich ihn nicht haben kann. Ich fasse nach meinem Freund und er läßt es zu und läßt sich auf den Rücken fallen. Wir "balgen" herum, dann ist der Traum zu Ende.

    2. Nacht:
    Ich bin mit meiner Schwester in einem Raum. Sie hält ein Baby im Arm, es ist ein niedlicher Junge. Er gehört weder ihr noch mir. Das Baby soll schlafen, aber meine Schwester bekommt das nicht hin. Ich nehme ihr den Jungen ab und beginne, ihn zu wiegen. Er beruhigt sich und ich gehe mit ihm in sein Kinderzimmer (obwohl er uns nicht gehört, scheint er sein eigenes Zimmer bei uns zu haben). Meine Schwester ist wütend und kommt mir laut hinterher. Das Baby fängt an, unruhig zu werden und ich schlage meiner Schwester irgendein Plastikspielzeug so hart auf den Kopf, daß es zerbricht. Endlich geht sie.

    Ich sitze mit dem Baby da und wiege es, es wird immer ruhiger. Plötzlich bemerke ich, daß das Fenster sperrangelweit offen ist und es zieht. Ich schließe das Fenster und setze mich mit dem Kleinen wieder hin. Er fängt an, einzuschlafen. Ich hangele nach einer Decke, die am Boden liegt, ziehe sie ein Stück hoch und umwickele das Kind, damit es schön warm für das Kleine ist.

    So, das war es!:)
    Da zur Zeit einiges in meinem Leben vorgeht, wäre ich für eine Deutung dieser Träume sehr dankbar. Instinktiv denke ich, es wird mir was sagen.
    Ich kläre dich danach auch gerne auf, nur möchte ich jetzt nicht zu viel verraten.

    Vielen Dank und ganz liebe Grüße

    Birgit

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Bernd,

    auch ich habe einen Traum, den ich nicht verabeiten/vergessen kann, und das seit gut 16-17 Jahren.

    In meiner Kindheit, ich war etwa drei oder vier, träumte ich wochenlang das Gleiche. Es war Herbst, es dämmerte und ich blickte im Querschnitt in einen Wald hinein. Ich sah zwei mir unbekannte Personen, aber zunächst nur ihre näherkommenden Schatten, die von links nach rechts liefen. Ein kleiner schmaler Junge (ich habe keine Geschwister) rannte vor einem großen, dicken, bärtigen Mann (keine Ähnlichkeit zu irgendjemandem den ich kannte/kenne) davon. Der Junge trug grüne Kleidung, die mich im Nachhinein an Robin Hood erinnert. Der Junge stolperte, fiel und drehte sich auf den Rücken. Der Mann (er trug einen großen Lederschlapphut mit einer großen Feder daran auf dem Kopf) beugte sich über ihn und zog einen Pfeil aus einem Köcher auf seinem Rücken. Dann sah ich den Oberkörper des Jungen direkt vor mir, sah die Angst in seinen Augen und wie der Mann den Pfeil langsam immer tiefer in das Herz des Jungen drückte. Auch das Grinsen auf dem Gesicht des Mannes konnte ich sehen, da mein Blickwinkel zwischen den beiden wechselte.


    Ich bin mir nicht sicher, jedoch war ich schon früher sehr verunsichert. Ich hatte ständig Angst vor irgendetwas (schüchtern, wenig Freunde, ...) und dieser Traum hat mir das Blut in den Adern gefrieren lassen. Ich kann mich an Abende erinnern, in denen ich weinend im Bett lag, weil ich darüber nachgedacht habe, zu welchem meiner Elternteile ich gehen sollte, sollten sie sich trennen - obwohl es dafür zu dem Zeitpunkt gar kein Anzeichen gab, es war alles in Ordnung. Getrennt haben die beiden sich erst, als ich 13 war (ich bin jetzt 20). Ich weiß nicht, ob es eine Art "Vorausdeutung" war? Schwarz = Vernichtung (einer Familie)? Tod = Ende (einer Ehe)? Dieser Traum beschäftigt mich schon sehr lange, aber ich kann ihn nicht zuordnen... Gibt es so etwas wie "Vorahnungen" denn überhaupt..? Meiner Meinung nach nicht! :-(

    AntwortenLöschen