Mittwoch, 19. März 2014

Traumdeutung Stimmenhören

Hallo Bernd,
Mein freund erzaehlte mir heute von seinem traum...Ich Weiss nicht was er bedeuten Soll Aber er macht selbst mir angst. Vielleicht koennen Sie ja weiterhelfen.... Genau das schrieb er: 


Ich hatte heute Nacht ein richtig seltsames Gefühl und der traum fühlte sich so echt an
Passiert mir nie aber hatte echt gedacht ich bin munter
Ich weiß nicht genau ...ich war in einem Raum ...bzw ein bekanntes Zimmer und habe jemand reden hören ...plötzlich dachte ich wirklich ich bin munter und hab angefangen mich zu unterhalten
Wie soll ich das erklären die "Stimme" war hell und klar und hat mich unterhalten
Dann viel mir auf das ich derjenige bin
Naja nicht direkt
Eher ich als Kind
Plötzlich war ich aufgeregt und mein "anderes" ich redete mit mir...ich könnte alles fragen und nichts davon war zufällig ...meine Gedanken waren hellwach
Nach einer Weile wurde es lauter die Stimme wurde immer tiefer und ich spürte...ich meine ich fühlte richtig das jemand auf mich zu kommt
Mein ganzer körper hat gezittert und ich hab die Augen geöffnet
Hätte so ein seltsames Gefühl das ich munter bleiben musste
Ich konnte es nicht sein
Als die Stimme lauter wurde und ich merkte das es nicht ich ist hatte ich wirklich Angst ...es war kein Alptraum im normalen Sinne
Das eigentlich seltsame ist das ich schon häufiger dachte etwas ist genau neben mir oder über mir
Ich weiß nicht das war einfach irre 


Hallo!
Ja, das Stimmenhören hat es in sich! Besonders, wenn man es nicht kennt, wenn man die Stimmen nicht kennt!
Es gibt eine Menge psychologischer Theorien zum Stimmenhören, wenn es dich interessiert, dann kannst du zB HIER nachlesen. Ein kleiner Auszug:

"Sicher ist: das Phänomen Stimmenhören beruht auf
einer Voraussetzung, die allen Menschen eigen ist. Etwa 3-5 % der Menschen in westlichen
Industriegesellschaften hören Stimmen. Menschen in nicht-industrialisierten Gesellschaften
hören vermutlich viel häufiger Stimmen (nach verschiedenen Berichten bis zu 60%) und der
Wissenschaftler J. Jaynes meint, dass in der Frühgeschichte, bis vor etwa 3.000 Jahren, alle
Menschen Stimmen gehört haben." 
 
Aber Stimmenhören im Traum ist nochmal was anderes! Du schreibst:"Plötzlich war ich aufgeregt und mein "anderes" ich redete mit mir...ich könnte alles fragen und nichts davon war zufällig ..."
Das ist die Antwort auf deine Frage!
Dein "anderes" ich will mit dir in Kontakt treten, mit dir kommunizieren. Hörst du auf deine innere Stimme? Folgst du deinen Gefühlen, oder "nur" deinem Denken?
Nach schamanischer Tradition steht vor dir dein erwachsenen ich, hinter dir dein inneres Kind und neben dir jeweils eine erwachsenes gegengeschlechtliche Abbild und ein Kind. Ein vollständiges Selbst wirst du nur, wenn du alle 4 integrierst.
Nun machen die sich bemerkbar. Da wir im Traum leichter zugänglich sind und unser Denken nicht eingreifen kann, können diese Anteile ihre "Anliegen" vortragen und das macht Angst, denn normalerweise kennen wir diese Anteile nicht!
Aus meiner Sicht finde ich das super, weil du lernen kannst, was du brauchst. Aber ich weiß auch, dass meine Sicht nicht die alltägliche Sichtweise der meisten Menschen repräsentiert.
 
Nochmal ein Zitat aus deinem Traum: "Als die Stimme lauter wurde und ich merkte das es nicht ich ist, hatte ich wirklich Angst" 
Du merkst, das ES nicht ICH ist! Du merkst, dass das Ich nur ein kleiner Teil des Selbst ist und das macht die Angst. Angst entsteht aus ungeklärten Symbolen und in unserer normalen Welt sind solche Erlebnisse nicht Teil der Bildung, ja ganz im Gegenteil, sie werden als krankhaft angesehen, weil wir scheinbar keinen Einfluss darauf haben.
Unsere "zivilisierte" Welt will alles denkerisch durchdringen und bietet keinen Platz für innere Stimmen. So verschaffen sie sich halt im Traum gehör und Aufmerksamkeit.
Ich empfehle, dran zu bleiben, neugierig zu werden und den Traumstimmen Raum zu geben. Verwende gelegentlich ein paar Augenblicke deiner Zeit zur Erkundung deines Selbst! So es dich eben interessiert.
 
Also, wie so oft, keine Panik!
Es gibt wie immer die zwei Wege:
1. Weitermachen wie bisher und einfach abwarten, bis die Traumwelt aus dem Bewusstsein wieder verschwindet und wir "traumlos" schlafen, ohne Erinnerung an unser Selbst, oder
2. Neugierig auf das Wunder unseres eigenen Lebens werden, auf die einzig wahre Reise gehen, die Reise in unser Selbst. Die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie Nirgendwo (Andree Heller)

Liebe Grüße
 
 

Kommentare:

  1. Hallo Bernd,
    ich hab seit einiger Zeit Träume, die mich nicht mehr schlafen lassen, da ich Panik und Angst davon verspüre. Ich hoffe es wird besser, wenn ich weiß was sie bedeuten und vielleicht etwas ändern kann. Es wäre schön, wenn du mir helfen kannst.
    -27, weiblich. Es geht mir sehr gut. Ich bin glücklich mit meiner neuen Lebensituation (Partner). Tatsächlich hab ich das Gefühl, mein Leben ein wenig mit den vorigen Partnern verschwendet zu haben. Ich habe einen neuen Job (Beförderung), den ich eigentlich nicht haben wollte. Allerdings macht er mir doch Spaß. Aktuell bin ich krank geschrieben wegen einer Operation, die ist sehr gut gelaufen. Durch Stress kann das nicht kommen, durch die Arbeit anscheinend auch weniger.
    Ich erzähle sie jetzt in der Reihenfolge wie sie vorkamen.
    Vor 2 Monaten: Ich liege in meinem Bett, es ist dunkel aber man kann sehen. Rechts neben meinem Nachttischrank sitzt ein Mann. Ich kann ihn zwar nicht sehen, aber ich weiß dass er da ist. Ich hatte solche Angst und Panik. Er hat sich nicht bewegt und wollte mir anscheinend auch nichts tun. Ich bin mit Herzklopfen und schnellen Atem schweißgebadet aufgewacht. Nach dem Traum hatte ich noch wochenlang das Gefühl, dass da tatsächlich jemand sitzt, auch tagsüber.
    Der Rest ereignete sich jetzt innerhalb der letzten Tage.
    Erster Traum: Ich liege alleine im Bett, es ist dunkel aber man kann sehen. Meine Oma kommt hinein und sagt irgendetwas Belangloses wie: Im Kühlschrank liegen noch 2 Scheiben Brot. Im Traum habe ich mich erschreckt. Meine Oma 86 ist in Wirklichkeit senil und erzählt oft dasselbe hintereinander. Sie hat mich als Kleinkind aufgezogen und habe später bis 23 bei ihr gewohnt. Ich habe allerdings keine engere Bindung zu Ihr.
    Dann kam sie ein zweites Mal rein und sagt denselben Satz. In dem Moment wird mir klar, dass etwas nicht stimmt und bekomme Angst. Wie sollte meine Oma in meine neue Wohnung kommen?? Die weiß wahrscheinlich nicht mal mehr wo die ist? Ich versuche meinen Freund anzurufen, nehme mein Handy doch ich kann kaum was erkennen. Da kommt meine Oma wieder rein und auf mich zu, will nach dem Handy greifen, ich werde nervös und ängstlich. In dem Moment wache ich von einem Geräusch auf, es war eine zufallende Tür. Beim aufwachen hatte ich nicht lange Angst. Hab dann über das Geräusch nachgedacht , in meiner Wohnung war es still. Habe die Türen überprüft, alle offen. Es war auch nicht das Geräusch von einer meiner Türen, sondern die bei meinen Eltern oder Oma.
    Zweiter Traum: Ich muss einen Hindernisparcour mit noch jemanden (keine Ahnung wer , weiblich) überwinden, sonst werde ich umgebracht . Das mit dem umbringen hat niemand gesagt, ich hab es nur gefühlt. Der Parcour war so aufgebaut, dass man sich weh tut wenn man die Prüfung nicht schafft. Später in der Nacht ein weiterer Traum. Ein Freund von mir, dem ich wirklich sehr vertraue und mir nach einem Unfall wieder auf die Beine geholfen hat (5 Jahre her), dennoch wenig Kontakt habe, kam darin vor.
    Mich hat es sehr schockiert was er gesagt hat. Er sagte es wäre sein größter Traum seit langem mich umzubringen oder mir zumindest die Beine zu amputieren?? Ich bin davon nicht direkt aufgewacht, fand es am nächsten Tag sehr merkwürdig, wie komme ich denn auf sowas?
    Ich kann ohne mein Freund kaum in Ruhe schlafen, er beruhigt mich dann immer. Er redet im Schlaf.
    Dritter Traum: Ich liege im Bett, es ist dunkel aber man kann sehen, links von mir schläft mein Freund und redet wieder . Ich frage öfters nach, was er denn gesagt hat. Irgendwann wird er wach und versucht mir den Mund und die Nase zuzuhalten. Ich weiß nicht ob ich ruhig sein soll oder ob er mir die Luft nehmen will, er hört damit aber auch nicht auf. Ich merke nachdem ich Angst bekommen habe allerdings während er mir den Mund zuhält, dass es ein Traum ist und versuche Ihn in Wirklichkeit zu wecken damit er merkt dass ich schlecht träume und mir hilft. In dem Moment hab ich Schmerz an Mund und Nase gefühlt. Ich hatte meine Hände nicht an meinem Gesicht, er auch nicht.
    Vielleicht ist einer der Träume offensichtlich?

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  2. Hallo, ich hatte letzte Nacht einen seltsamen Traum und weiß nicht was dies zu bedeuten hat

    Also das war so:

    Ich war in einem dunklen Raum, es war stockfinster
    Auf einmsl höre ich eine mir fremde Stimme und die sagt so etwas seltsames
    "Das falsche ist das richtige für dich, dein Glück liegt verborgen, wo du es zu finden versuchst, dennoch achte darauf, da dein Glück sich nicht selbständig macht"

    Ich verstehe das nicht

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