Dienstag, 28. Januar 2014

Traumdeutung Gottes Antwort

Anonym hat gesagt…
Ich wende mich nun zum zweiten Mal an Sie, da mich der Traum letzten Nacht sehr verunsichert.

Bevor ich schlafen gefangen bin, habe ich zu Gott gebetet, er solle mir ein Zeichen geben, ob ich bereits dieses Jahr die Elternzeit beenden und arbeiten gehen soll, oder erst nächstes Jahr.

Nun der Traum:

Ich stehe auf Wolken und sehe einen alten Mann mit grauen langen Haaren und Bart in einem weißen Gewand (Gott?) vor mir stehen. Er lacht laut und hebt euphorisch seine Arme nach oben. Dann sehe ich nach unten und sehe unter uns die Erde und die Menschheit. Es ist alles grau, die Menschen schreien, Häuser stürzen ein,eine Naturkatastrophe folgt der nächsten. Ein grauenhaftes Bild!

Ich sah nun meinen Körper an und hörte während dessen den Mann sagen: (so ungefähr): " es ist nicht von Bedeutung wie du dich entscheidest, du wirst vergehen (oder verwelken) - es ist tief in dir drin"

Danach bin ich aufgewacht. Ich bin total entsetzt. Ich würde dem Traum keine Bedeutung schenken, da ich Gott aber um ein zeichen gebeten habe und ich so eine negative "Antwort" erhalten habe, bin ich total panisch.

Ich deute den Satz des Mannes so: es ist egal ob ich jetzt oder nächstes Jahr arbeiten gehe, ich werde so oder so sterben, an einer Krankheit ("tief in dir drin")

Ich muss dazu sagen, dass ich mit den Thema Tod nicht klarkomme, ich habe sehr oft Angst zu sterben und meine Tochter zurück zulassen. Ich bete oft zu Gott und bitte ihn, dass mir nichts passieren soll wegen meiner Tochter.

War dies wirklich die Antwort auf mein Gebet? Eine Warnung?

Was mich noch sehr verwundert hat, war dieses Auslachen, dass den sterbenden Menschen unter uns galt. In diesem Traum war Gott "grausam" den Menschen gegenüber. Für mich bedeutet meine Religion Liebe und Hoffnung und dann sowas zu träumen war erschreckend !

Ich hoffe sie können mir einigermaßen folgen.
Ich bedanke mich für Ihre Zeit!

Hallo!
Dein Traum übersteigt wohl eine reine Traumdeutung, sondern geht sehr weit in Philosophie und Religion hinein!
Die Grundlage ist aber doch deine Frage an Gott!
Du bittest um ein Zeichen und du erhälst ein Zeichen! Dann aber bist du mit dem Zeichen nicht "zufrieden". Wolltest du ein Zeichen oder wolltest du nur eine Bestätigung dessen, was du schon gewusst hast?
Es ist wie mit einem Orakel, wir wollen ein Zeichen, wie wir weitergehen sollen, dann aber sind wir unzufrieden, wenn dieses Zeichen nicht unseren Vorstellungen entspricht.

Was macht Gott in deinem Traum?
Er sagt: " es ist nicht von Bedeutung wie du dich entscheidest, du wirst vergehen (oder verwelken) - es ist tief in dir drin"
Er spricht die Wahrheit, das weißt du genau. Wir alle werden sterben und realisieren diese Tatsache nicht. Wir leben nicht danach, sondern tun so, als ob uns das nicht passieren könnte.
Wenn wir sterben, dann leben unsere Kinder weiter und eine Generation folgt der Nächsten.
Der Gott in deinem Traum ist nicht grausam, sondern er beobachtet einfach, was passiert, wie WIR leben und mit dem Leben umgehen.
Von der Traumdeutung her würde ich sagen, dass dieser Gott deinen männlichen Anteilen entspringt. Er hält sich in der Luft auf und steht auf einer Wolke. Er zeigt  dir damit, dass er ein denkerischer Ansatz von dir ist, ein Bild von abgehobenen ins Denken transferierter Gefühle. Von seinem erhabenen Standpunkt aus schaut er ins "Jammertal" deiner Existenz.
Es gibt Entscheidungen, die du selber treffen musst! Sonst ist es ja keine!
Überprüfe einmal dein Bild von Gott, der alte Mann mit weißem Bart entspringt einer kindlichen Darstellung, die dich allerdings stark beeinflusst. So ist dein männlicher Anteil, dein Animus mit deinem Bild von Gott gekoppelt. Schau dir einmal deine männliche Seite an und finde heraus, wie du an Entscheidungen heran gehst.
Dieser Gott sollte mit deinen Entscheidungen wenig zu tun haben, Du sollst selber entscheiden.
lg Bernd

Hier weiterlesen!
http://online-traumdeutung.blogspot.co.at/2014/01/traumdeutung-gottes-antwort-die-2.html
 

Kommentare:

  1. Vielen Dank erstmal. Ich verstehe das aber nicht so ganz. Habe ich mich innerlich schon entschieden, und hoffte nur auf eine Bestätigung?

    Also stimmt es, dass ich in naher Zukunft sterben werde?

    Wenn dieser Animus durch das Bild Gottes zu mir spricht, wie kann ich das loswerden? Solche Träume sind nicht gerade angenehm!

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  2. Hallo Bernd, darf ich auch einen Traum hinterlassen?
    herzlichen Dank
    Jacky

    In einem großen Raum, einer Halle stehe ich, viele Menschen sehen auf mich. Ein Mann, ein Bote übergibt mit einen Karton. Er selbst kann ihn kaum tragen, stellt ihn auf einen Tisch.

    Erwartungsvoll öffne ich ihn, Seidenpapier, Rosen. Entsetzt bin ich. Leere den Karton auf dem Tisch aus. Egal ist mir was die vielen Menschen denken, egal die gigantische Vase die jemand auf den Tisch stellt. Weinen, schreien, schluchzen, nicht fähig einen Satz zu sprechen bin ich. So viele Rosen, rote Rose, teure Rosen, wunderschöne Rosen. Immer zwei, drei in die Hand nehmend reiße ich ihnen die Köpfe ab und werfe sie zurück in den Karton. Das Raunen der Menschen stört mich nicht, niemand wagt es mich anzusprechen, mich aufzuhalten, da ich furiengleich tue ohne Unterlass. Achte nicht auf Schmerzen, fühle keine, Blut läuft an meinen Händen entlang.

    Doch plötzlich halte ich inne, unter den letzten Rosen entdecke ich eine einzelne weiße Blüte. Hektisch stosse ich die anderen Blumen auf die Seite und entdecke sie, eine kleine zarte unscheinbare weiße Rose, nicht einmal halb so groß wie die anderen. An meine Herz drücke ich sie, umarme sie, lächle und gehe glücklich fort.

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