Freitag, 22. März 2013

Traumdeutung Wunde im Schädel

Ena Alice hat einen neuen Kommentar zu Ihrem Post "Traumdeutung Baby im Bauch" hinterlassen:

 Hallo, ich (w, 19, angehende Erzieherin) bin grade auf ihre Seite gestoßen und ich hoffe sie können mir helfen. Ich mache mir wirklich sorgen über diesen Traum.

Ich erlebte den Traum in einer Art "Draufsicht". Also ich war die Hauptperson in dem Traum, aber ich war nicht "in meinem Kopf" ich wusste nicht was ich dachte, fühlte, etc. Ich hab nur gesehen, was passiert ist. Ich befand mich mit Leuten aus der Schule auf einem Zeltplatz, der dem Zeltplatz auf dem ich jedes Jahr ein Wochenende mit meinen Mädels verbringe sehr, sehr ähnlich sah. Aber es waren nicht die Gleichen. Was wir letztendlich auf diesem Zeltplatz gemacht haben? Keine Ahnung. Die erste Szene war, dass wir im Wald mit ein paar Leuten zusammen saßen, ein junger Mann mit kurzen roten Haaren, drei-Tage-Bart und einem grünem Parka kam dazu und erklärte uns etwas zum Thema "Überleben im Wald" oder so ähnlich. Wir unterhielten uns aber auch über private Themen mit ihm.

Die nächste Szene: Ich wollte in den Waschraum gehen, ich weiß nicht mehr ob alle anderen Leute auf dem Zeltplatz weg waren oder nicht. Ich ging in den Waschraum und es war düster. (Achtung: Ab hier wird es grausam!) Ich öffnete die Tür zum Duschraum, er war sehr groß. Dann sah ich viele kleine Szenen, wie in einem Horrorfilm in verschiedenen Einstellungen. Großaufnahmen von einem Blutstropfen der von der Decke fiel; einzelne Fliesen an der Wand die voller Blut waren. Dunkelrotem, verschmiertem, klebrigem Blut. Ich verfolgte mit den Augen eine Blutspur an der Wand. Sie endet bei einem Mädchen. Es liegt in der Ecke um sie herum ist Blut. Sie ist voller Blut. Ihre Haare sind schwarz verklebt von trocknendem Blut. Sie hat eine krasse Wunde am Hinterkopf, ihr Schädel ist eingeschlagen. Ich nehme eine Shampooflasche aus meinem Kulturbeutel und werfe sie auf das Mädchen. Sie schreit auf. Dann plötzlich änder Sich die komplette Lage und die komplette Sichtweise. Ich bin das Mädchen, dass auf dem Boden liegt und schreit.

Vor mir steht eine Mitschülerin (E.). Sie starrt mich geschockt an. Ich spüre keinen Schmerz. Nur Ekel und Angst. Große Angst, Panik. Ich stehe langsam aus der Blutlache auf, ich weine, ich bitte E. mir zu helfen. Sie kommt mir zur Hilfe und führt mich aus dem Raum. Mit eingeschlagenem Schädel laufen wir zum Lagerfeuerplatz. Die Atmosphäre ist nun nicht mehr gruselig. An dieser Stelle weiß ich nicht mehr alles aus dem Traum. Ich weiß, dass es der Mann mit den roten Haaren war, der mir den Kopf eingeschlagen hat, nur aus der Freude am Töten.
Ich bitte E. mir mit Garn den Kopf zu nähen. Ich habe immer noch keine Schmerzen. Sie sagt noch, meine Haare seien echt ekelig und ich stimme ihr zu. Sie bürstet grob das Blut aus meinen Haaren, schiebt die Schädeldecke an die richtige Stelle und näht die Haut zusammen. Ich weiß, noch, dass dies alles unter erheblichem Zeitdruck passierte. Wir mussten irgendeine Frist einhalten, damit ich weiterleben darf. Wir haben es geschafft die Frist einzuhalten, aber ich musste mit irgendeiner Einschränkung leben für den Rest meines Lebens. Ich glaube es war sowas, dass ich für immer dort auf diesem Zeltplatz bleiben musste. Dann war der Traum zu Ende. Ich erwachte relativ ruhig und gelassen aus diesem Traum.
Ich habe Angst, dass ich den Traum erneut träumen könnte. Was soll ich davon halten? Warum träume ich so etwas? 

Hallo!

Ja, warum träumen wir überhaupt?
Und warum gerade solche Sachen?
Du träumst ja auch andere Träume, vielleicht erinnerst du dich nicht daran und dann kommt so ein emotional aufwühlender Traum.

Du hast die Draufsicht, die Übersicht über ein Geschehen, das dich betrifft. Im ersten Teil zeigt dir der Traum eine Situation, die du oft erlebst, etwas gewöhnliches, aus dem sich eine bedrohliche Situation entwickelt.
Du gehst in einen Waschraum, ein Ort der Reinigung und kontrollierten Gefühle,  und findest dort Blut. Blut repräsentiert unsere innere Energie, die Lebensenergie! Auch Leidenschaft, Wut, Zorn und heftige Gefühle.
Es sind letztlich deine Wunden, die du einmal von außen siehst und dann von innen erlebst. Es ist Niemand da, der sie dir zugefügt hat!
Hast du sie dir selbst zugefügt?
Du siehst und spürst dein Blut, deine Lebensenergie, sie will sich dir zeigen, auch wenn es durch eine furchtbare Wunde ist!

Worüber "zerbrichst du dir den Kopf"?
Wo hast du das Gefühl, dass deine Lebensenergie, deine starken Gefühle nicht nach außen kommen?
Welche Wunden deiner Seele beachtest du nicht?
Du hast eine Freundin, die dir hilft, welche Hilfe brauchst DU?

Du schreibst:"Ich habe Angst, dass ich den Traum erneut träumen könnte".
Nein, keine Angst haben, der Traum will dir zeigen, das du in einer Situation bist, wo du dich um deine Energie und deine tiefen Gefühle kümmern sollst. Du sollst sie dir anschauen!
Ich würde dir eher raten, den Traum "nochmal" zu träumen, indem du beim Einaschlafen bewußt daran denkst und um eine Lösung bittest!

Also, keine Angst!


Kommentare:

  1. Wow, auf diese Art und Weise habe ich noch nicht darüber nachgedacht.
    Und ich finde mich schon wieder in dem, was du schreibst.
    Ich werde wohl auf jeden Fall weiter darüber nachdenken.

    Bisher habe ich den Traum nicht noch einmal geträumt, obwohl ich grade vorm Einschlafen sehr intensiv darüber nachdenke.

    Vielen Dank für deine Mühe!
    Mit deiner Erlaubnis würde ich deine Deutung gerne auf meinem Blog veröffentlichen, wenn ich darf?

    Liebe Grüße!

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  2. ich bin schwanger und bin sehr glücklich darüber ,habe von meiner Mutter geträumt das sie auf die linke seite geläht war und sie war ganz nacjt auf die Toilette und konnte selbst nichts machen ich wollte ihr helfen und dabei drückte sie auf meine Bauch und wollte mir was tun damit !

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  3. Hallo Bernd,
    ich hatte einen Traum und benötige deine Hilfe.
    Meine beiden Onkels, die ich in der Kindheit sehr liebte, sind aggressiv böse auf mich. (In meiner Kindheit gab es viel Gewalt, aber nicht von jenen Onkels). Ich habe schreckliche Angst, gehe zu meiner Oma (schon verstorben) und frage sie, ob ich mich zu ihr mit ins Bett legen darf, weil ich mich bei ihr sicher fühle. Sie hebt die Bettdecke an, zeigt mit ihren Zeigefinder auf den Mund und macht psssst (leise sein). Ich lege mich dazu. Das Traumgeschehen wechselt. Ein aggressiver Schäferhund fällt mich an und beisst mir in die rechte Hand. Ich wehre mich, fasse seinen Kiefer, sehe auch dass er blutet. Dann kommt mir plötzlich der Gedanke, dass ich ihn mir unterwerfen muss. Also drücke ich ihn nieder auf die Seite und er lässt geschehen. Ich sehe das der Hund blutet. Mein Angst und Abwehr wandeln sich in Mitgefühl. Ich sehe sein Leid und streichle ihn dann ganz sanft, um ihm zu zeigen, dass ich ihn dennoch liebe. Er wehrt sich nicht dagegen, sondern macht den Endruck, dass er froh ist unterworfen zu sein.
    Es wer schön, wenn du mir den Traum deuten könntest.
    Liebe Grüsse Denise

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  4. Nachtrag Denise (Kampf mit Hund)
    Hallo Bernd, ein wichtiges Detail fällt mir noch ein. Als der Kampf mit dem Hund beendet ist und ich ihn gestreichelt habe, schaue ich in meine rechte Hand und sehe, dass sie etwas blutet.

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